Amoklauf mit Polsterwaffen gerade noch verhindert?

Isotopp hat's knapp vor mir gebloggt:

Das Jugendamt in Dortmund hat am Donnerstag ein mittelalterliches Spektakel abgesagt, das in der ersten Osterferienwoche in der Jugendfreizeitstätte Hombruch laufen sollte. „Nach dem Amoklauf von Winnenden”, so Fachbereichsleiterin Elisabeth Hoppe, „muss das Konzept noch einmal auf den Prüfstand”.„Tremonias Erben III” stand ursprünglich auf dem Spielplan. …

(Quelle: Der Westen)

Tja, diese Liverollenspieler sind halt gefährlich, und die Sache mit den Polsterpompfen ist hochgradig verdächtig.

Interessant finde ich diese Stelle im Nachfolgeartikel:

Unterdessen sickerten Hintergründe der Spielabsage durch. Demnach soll beim Jugendamt ein Brief eingegangen sein, in dem vor LARP gewarnt wurde. Das Kürzel steht für „Live Adventure Roll Play” – Rollenspiele, bei denen sich Teilnehmer in Fantasiegestalten versetzen. Ein Hinweis auf ein „You Tube”-Video mit einer gespielten Wirtshausrauferei soll dem Brief beigelegen haben. Der Clip, der in Hombruch entstanden sein soll, muss im Jugendamt schlimmste Befürchtungen geweckt haben. Jedenfalls wurde erst das Video aus dem Netz genommen, und dann die Ferienaktion aus dem Programm.

Das reicht also mitunter, um Amtshandlungen auszulösen: Ein “besorgter Brief” und ein YouTube Video. Was mich interessieren würde ist, inwieweit das Jugendamt hier im Vorwege involviert war. Sind sie “nur” für die JFS verantwortlich? Gab es finanzielle Hilfen?

Ansonsten gilt natürlich: Es ist eine Schande, dass wirklich gute alternative Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche, Angebote die bei schon fast oberflächlicher Untersuchung sicher nicht unter “schädlich” oder “gewalttätig” einsortiert würden wegen solch einem Schmuh eingestampft werden...


I also write about roleplaying games in english und auf Deutsch!