Orkpiraten

Thinking and Playing and Testing

Und wie jeden Montag ging es auch gestern mit der See der Tausend Inseln weiter – wenn die Spieler bislang auch noch immer keine einzige Insel besucht haben. Stattdessen hatten die Charaktere gestern ausreichend Gelegenheit sich in der Hauptstadt umzuhören und Dinge zu recherchieren. Quasi ein Infodump.

Ich hatte es den Spielern hier bewusst nicht zu schwer gemacht. Was nützen all die schönen ausgedachten Hinweise, wenn die Charaktere sie nicht finden? Dass der Halbling Fergus sich an den Studiosus Peter angehängt hatte erwies sich für ihn dabei als Glücksfall: Fergus Defizite in Sachen Recherche-Fertigkeiten glich der NSC hier prima aus, so daß ich auf langwierige Fertigkeitsproben und ähnliches verzichtete.

Dennoch war es teilweise für mich überraschend schwer die “richtigen” Informationen an die Spieler loszuwerden. Da denkt man selbst, man hat die Hinweise fast schon zu offensichtlich gemacht und die Spieler beißen sich an Kleinigkeiten fest an die man selbst kaum einen Gedanken verschwendete…

Dennoch, nach der Erzählung des elbischen Handelsbotschafters, dem Besuch zweier Bibliotheken, Stippvisiten bei der Akademie der Hexenjäger und des Tempels des Kultes haben die Charaktere mittlerweile wohl eine grobe Ahnung wen oder was sie eigentlich suchen.

Gewissheit haben sie, dass sie nicht alleine auf der Suche sind: Vor dem Kulttempel trafen sie auf Sir Kinsbane. Natürlich versuchten sie ihm weitere Informationen zu entlocken. Und, man möchte sagen “wie geplant”, standen sie sich dabei aber teilweise selbst im Weg. Es sind sich nämlich alle einig, dass Sir Kinsbane und sein Gefolge der Gruppe nur ihren rechtmäßigen Ruhm stehlen wollen. Und deswegen darf diesen nicht in die Hände gespielt werden.

Der ehemalige Prospektor Wigand Steinbrecher legte daher auch clever eine Finte aus. Während er selbst anscheinend davon ausgeht, dass die weiteren Hinweise im fernen Südseereich Bataar zu suchen sind, lenkte er Sir Kinsbanes Aufmerksamkeit auf die Rabenbucht im nördlichen Hexerreich Dalora.

Fast schon zu blöd, dass der Rest der Spieler noch die lange Seereise scheut und selber gerne besagte Bucht erkunden möchten… :)


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Fangen wir mit Erfworld an. Erfworld schaut zumindest sehr knuffig und niedlich aus – die meisten Figuren erinnern an kleine Puppen, Plüschtiere und sonstigen Wesen mit hohen Knuddelfaktor. Doch das täuscht: Auf Erfworld herrscht quasi ewiger Krieg, scheint sie doch nach dem Muster der meisten Rundenstrategiespielen gebaut worden zu sein. Parson, ein (fetter) Vorzeigegeek, wurde unversehens dort hineingesogen und muss nun sein Können als Warlord unter Beweis stellen.

Im Ergebnis ist Erfworld packende Fantasy-Action, und trotz seiner häufig eher langen Update-Zyklen sehr lesenswert. Die Autoren fügen deshalb aber auch immer Text-Updates ein um die Story auch ohne einen vollen Comic voranzutreiben.

Ebenso auf den ersten Blick knuffig kommen die Little Gamers daher. Der Untertitel “Hot Swedish Love” vertreibt dann aber schnell alle Zweifel. Little Gamers steht inhaltlich in der Tradition von Penny Arcade & Co: Kleine böse Blicke auf die Computerspielerszene. Nicht unbedingt immer die großen Brüller, aber durchaus amüsant.


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Ich habe vorhin eine Email an den Vorstand des Hamburger Landesverbands rausgeschickt. Inhalt: Der Antrag, beim Bundesvorstand eine Beurlaubung Aaron Königs zu beantragen.

(Ja, die Rekursion ist mir bewusst. So kommt der Antrag an den BVor aber eben von einem ganzen Landesverband und nicht von einer Einzelnase.)

So schnell wie ich das formuliert hatte, so schwer ist es mir dennoch gefallen. Eigentlich hätte ich lieber einfach bis zum Bundesparteitag gewartet – wenn ich mich nicht ganz stark irre, würde Aaron da eh abgewählt werden. Aber was er da aus der Position in der er sitzt schreibt zerreisst die Partei, und selbst wenn nicht -  helfen tut es zumindest auch nicht.

Dieser Antrag ist also weniger deshalb gestellt, weil ich die Meinung doof finde, sondern weil die verkündeten Ansichten so kontrovers und gleichzeitig so ungeschickt dargeboten sind.

Ich selbst habe vor nicht einmal so langer Zeit die Trennung von Partei- und Privatmeinung propagiert. Seitdem hat sich meine Ansicht genau dazu ein wenig gewandelt: Diese Trennung funktioniert nur dann, wenn die geäusserte Meinung eben keine Parteipositionen berührt, bzw. gleichzeitig offen und direkt eine Stellungnahme zur Parteisicht geboten wird. Eine pauschale “hey, das hier ist Privatsache, ich bin aber auch im Vorstand!” Ansage in der Sidebar genügt mir hier nicht. Wenn ich selbst also hier im Blog über irgend ein Thema schreibe, dann verorte ich dabei in der Regel auch immer etwaige Differenzen oder Unsicherheiten meiner Position gegenüber der Piratenpartei.

Aaron tut dies nicht, äussert sich dabei gleichzeitig fast mit Wahrheitsanspruch (also kein “ich denke, ich meine, ich möchte” sondern “so ist es!”) zu kontroversen und gefährlichen Themen. Spätestens hier genügen Pseudodistanzierungen in der Sidebar eben nicht mehr. Er spricht zwar nicht für die Partei, diese muss sich aber fragen lassen, warum sie ihn gewählt hat.

Daher meine Bitte Dich zu beurlauben Aaron. Beim letzten BPT kannte ich (und die meisten anderen Anwesenden) Dich zum Zeitpunkt der Wahl ca. fünf Stunden. Du machtest halt einen kompetenten Eindruck – niemand hat ernsthaft nach Deinen Positionen gefragt. Wir Piraten sind heute schlauer, unbeschriebene Blätter haben es jetzt wohl schwerer.

Ich würde mich freuen, wenn Du Dich beim kommenden Bundesparteitag wieder zur Wahl aufstellst. Nach jetzigen Stand bekommst Du meine Stimme zwar nicht, aber dennoch sollst Du Deine Positionen vor der Basis darlegen können, und sie Dir dann (wenn es denn so kommt) per Wiederwahl quasi legitimieren zu lassen. Ich plane übrigens auch da zu sein, vielleicht können wir uns vorher ja ein wenig unterhalten. Oder wir telefonieren mal – ein kontroverses Piratengespräch zu dem Thema ist sicherlich für alle spannend. Marcel-André hilft uns da bestimmt bei der Technik und freut sich über eine weitere Folge für seinen Podcast.

PS: Momentan würde ich mir ü-ber-haupt nicht zutrauen eine definitive Handlungsmaxime zur Iran-Thematik abzugeben. Ich weiß gerade genug darüber, dass mir klar ist, dass ich nicht genug weiß. Embargos wirken ja anscheinend nicht, jede militärische Intervention wird aber auch empfindlich die bestehende Opposition und sonstige Zivilbevölkerung treffen.

PPS: Ich habe nachträglich ein paar kleine Änderungen bzgl. Grammatik und Wortwahl gemacht. Der Sinn sollte nicht verfälscht worden sein.


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Ich fasse es ja nicht: Die Bundesregierung plant jetzt einen Gesetzentwurf in dem das Löschen von illegalen Inhalten (also Kindesmissbrauchsdokumenten) zu schreiben.

Und Johnny bei Spreeblick jubelt.

Meinereiner kann da nur gequält aufseufzen: Das ist doch wieder nur Schattentheater.

So ein Gesetz ist so unnötig wie ein Kropf – das, was hier als Grund angeführt wird ist schon jetzt illegal und auf dem Boden der Bundesrepublik strafrechtlich zu verfolgen. Und woanders könnte man eh nicht reagieren – andere Länder würden uns was husten, wenn wir per Gesetz auf deren Infrastruktur Dinge löschen wollten. Das geht garantiert noch weniger, als wenn unsere Polizeibeamten deren Hostern mal eine freundliche Mail schreiben.

Server, die in Deutschland stehen und auf denen sowas liegt können aber jetzt schon abgeschaltet und zur Beweissicherung beschlagnahmt werden. (Würde die Polizei hier wirklich löschen wäre das übrigens ziemlich dumm, da es dann keine Beweise mehr gegen die Verbrecher gibt und diese nicht mehr verurteilt werden könnten.)

Also: Liebe Bundesregierung, höre auf hektisch Aktivität vorzutäuschen und sorge lieber dafür daß personelle und finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, das Übel an der Wurzel zu packen. Momentan kann ich da nur entweder Inkompetenz oder den Willen zum noch weiteren Aufbau einer Überwachungs- und Zensurinfrastruktur entdecken. Anderen geht es da wohl ähnlich.

Update: Ich stehe da nicht alleine.


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Jawoll, gestern ging es dann nach einer kurzen Pause weiter. Die Zeit war gekommen, ein wenig Ruhe in das Geschehen zu bringen: Die Charaktere mussten sich ja quasi drei Tage lang mit Untoten und großen Gefahren auseinandersetzen. Die Invasion Gornemündes durch das Schiff voller Skelette war für die Verhältnisse auf Catara fast schon zu episch.

Gleichzeitig malte ich über die Einleitung ein Was-wäre-wenn?-Szenario auf: Während die Spieler das Schiff erkundeten hatte eine andere Heldengruppe sich entschieden das Kaufmannsviertel von Untoten zu befreien. Diese Handlungsoption stellte sich ja auch den Spielern, sie entschieden sich aber dagegen. Zugegeben, ich habe das etwas fies präsentiert – die Recken um Sir Kinsbane sind alle erfahrener als die Spielercharaktere, konnten also mehr reißen als sie selbst. Dennoch konnte ich mit kaum verheimlichter Freude den Spielern beim Maulen zuschauen: Auch wenn es schöngeredet wurde, man war fest davon überzeugt, um den eigenen Erfolg betrogen worden zu sein!

Gleichzeitig musste ich aber auch feststellen, daß Zaks Gedanken über Sandboxen stimmen: Schurkencharaktere können diese wesentlich effektiver als die Wahren Helden [tm] nutzen. Gornemünde ist ja immer noch mehr oder weniger in einem chaotischen Zustand, kreative Diebe oder andere Halunken könnten sich dort gesundstoßen. Dazu kamen einige mehr oder weniger subtile Hinweise meinerseits auf Spukhäuser und andere erkundenswerte Orte. Dennoch legten sich die Spieler sehr schnell darauf fest, dem scheinbar vorgegebenen Abenteuerpfad nach Catar zu folgen um dort direkt bei den Händlerabenteurern mehr über deren Handelsriesen zu erfahren.

Meine vorbereiteten Dungeons und sonstigen Zufallsbegegnungen kann ich so also erst einmal zurück in die Schublade stecken. Im Endeffekt brachte es noch mehr Ruhe ins Geschehen, war also durchaus passend zum Abend. Dabei habe ich aber auch gelernt, daß Zufallstabellen für Überlandreisen sorgfältiger erstellt werden wollen: Meine hat für beide Tage langweilige Händlerbegegnungen ausgespuckt, anstatt so aufregende Dinge wie den Zirkus, Banditen oder wilde Tiere... :–)


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Found this in my search statistics:

Ok, invoking Rule 34, here you are...

Happy now?


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Wahrscheinlich kennt jeder der Leser die heutigen Kandidaten schon, aber da müsst Ihr jetzt durch:

Penny Arcade gehört quasi zum Webcomic-Urgestein, und ist wohl auch schon ein handfestes Wirtschaftsunternehmen. Die Hauptfiguren Tycho & Gabe kommentieren Computer- und andere Spiele, sowie Filme und sonstigen Nerdkram. All das liebevoll bis zynisch, wie man es mag.

Ctrl-Alt-Del ist im direkten Vergleich ein Newcomer, dennoch aber sicherlich schon  etabliert. Anders als PA gibt es hier zum reinen Spielekommentar auch immer eine Storyline rund um den Kindskopf Ethan und seiner Computerspiele-Obsession. Während PA immer wieder fast schon gesellschaftsrelevant zu sein scheint, ist C-A-D deutlich spiel- und spaßorientierter.

Von der Qualität der Zeichnungen geben sich Beide nichts, und ich finde sowohl PA als auch C-A-D immer wieder sehr lustig. Unterm Strich habe ich persönlich aber das Format von Letzterem einen Tick lieber. Zum einen weil es mehr Platz für die Vorbereitung der Punchline lässt, zum anderen weil auch mehr Raum für das Artwork da ist.


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Schaut mal hier: Zustellung von Abmahnungen per Email zulässig, selbst wenn sie im Spam-Filter hängenbleiben. Es reiche wohl, nachzuweisen, daß die Email zeitgleich auch woanders hin per bcc zugestellt werden konnte. Schön, wenn neue Kommunikationsmedien genutzt werden, aber irgendwas wurde hier nicht richtig verstanden.

Man fragt sich, wann die erste Kanzlei ihre per-Email-Abmahnung bewusst so gestaltet, dass sie im Spam-Filter hängenbleibt...


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Today, I'm being Bernd, and I'm telling you this in english, because I expect the german folks to already “get it”.

Bernd is, at least a bit, the geman variant of the “Guy Fawkes Anonymous”. Actually, he's a living misanthropic tin loaf from childrens TV, but he's also a synonym for being anonymous in the internet. If you go to Krautchan, the local flavour of 4chan, you'll see lots of Bernds there.

So, today is Being Bernd Day, which means that we all should strive to be a tiny bit less forthcoming with our private data, a tiny bit more self-conscious about privacy, and thus, of freedom.

Join us, be Bernd today too, and enjoy the irony of a privacy-advocating group joining together on Facebook, of all possible platforms...


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Zumindest ist das die einzige Überschrift unter der ich sowohl Shortpacked! and Sequential Art zusammenfassen konnte: Ersteres behandelt die Leiden und Leidenschaften der Spielzeugsammler, letzterer hat zumindest “collected” in der URL...

(An dieser Stelle legen wir eine kollektive Flacher-Wortwitz-Gedenksekunde ein.)

Ok, zurück zu den Comics: Shortpacked! ist von einem Spielzeugsammler, für Spielzeugsammler! Die Handlung spielt hauptsächlich in einem großen Spielzeugladen, wo Kinder, Geeks, sprechende Autos, ein megalomanischer Filialleiter und sonstig durchgeknallte Leute aufeinanderstoßen – und ein paar normale Menschen auch! Streckenweise ist die Handlung ein klein wenig seltsam, insgesamt aber wirklich witzig ... irrwitzig!

Sequential Art ist, man verzeihe den Vergleich, das bessere Sluggy Freelance: Eine bunt gewürfelte Wohngemeinschaft mit Freaks&Geeks und seltsamen Getier die sich mit seltsamen und womöglich außerirdischen Dingen auseinandersetzt. Gut, der Vergleich mag hinken – Sluggy läuft schon wesentlich länger als Sequential Art, vielleicht geht dort auch irgendwann mal die Luft aus. Momentan ist es auf jeden Fall witzig – und sexier gezeichnet als Sluggy ist es auch! (Inkl. Cat und Squirrel Girls!)


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