Orkpiraten

Thinking and Playing and Testing

Dinge gibts...

schon vor einiger Zeit erwähnten die Freundin und ihre Schwester (die ja im gleichen Haus wohnt), daß der Paketbote ja ziemlich nach Rock'n'Roll ausschaue.

Vorgestern habe ich ihn dann auch mal im Fahrstuhl gesehen – und da sowohl er als auch ich eine Tolle tragen, sprach er mich dann auch an: “Du bist doch bestimmt auch aus der Szene, oder?”

Ich bejahte vorsichtig (Als Langzeitnerd ist es mir immer noch ungewohnt, visuell einer Szene zugeordnet zu werden).

“Jo, dann komm doch ins Logo, wir spielen da zu Elvis Geburtstag!” Er drückte mir einen Postkarten-Flyer in die Hand auf der er mit drei anderen Rockern posierte, darunter der Bandname “Behind the Eightball”. Nach der Bescherung am Abend hörten wir dann mal gemeinsam auf der Webseite in das d'Ouevre der Band rein, und befanden es für ziemlich gut.

Tickets für den 8.1.2010 im Logo sind gekauft. Neunfuffzich um Elvis Geburtstag standesgemäß zu feiern sind sicher nicht zuviel...

PS: Um das hier auch mal als Piratencontent zu legitimieren, die Jungs stellen natürlich ihre Musik als MP3 offen auf die Webseite, und scheinen auch GEMA-unabhängig zu sein. Ohne diese Probemusik hätte ich den Konzertbesuch wohl nicht eingeplant...


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Gerade habe ich die Spieler aufgefordert, mal ihre Gedanken und Wünsche zu den Charakteren abzugeben. Mein Gedanke ist hier natürlich, aus diesen Informationen zusätzliche Hooks für die spätere Kampagne zu generieren. Rahmenbedingungen sind dabei, resultierend aus meinen bisherigen Ideen:

  • Seefahrt ist kein No-Go für jeden Charakter
  • relativ wenig Stadtabenteuer, soziale Fertigkeiten sind aber nicht sinnlos
  • Dinge wie Klettern/Schleichen/Magiekunde sind nützlich in der Gruppe zu haben
  • Herkunft kann aus ganz Catar sein, auch Elben/Zwerge/sonstwas sind ok
  • die Charaktere sollten bitte neutral bis gut von der Gesinnung her sein.
  • Gesetzestreu oder nicht ist mir banane, die Spieler sollten sich da aber gruppenintern weitgehend einig sein bzw. das wenigstens konstruktiv rollenspielen, nicht destruktiv
  • Die Charaktere sollten besser nicht von externen Ressourcen (Gilde/Clan/festes Einkommen etc.) abhängig sein. Jeder soll davon ausgehen, dass die Gruppe relativ viel Zeit außerhalb der eigenen Homezone verbringen werdet.

Und natürlich haben die Spieler auch die obligatorischen Charakterfragen bekommen (eingedampfte Version, Dank an Jörg für die Inspiration):

  • Name: Wie er heißt und was für eine Bedeutung der Name für Dich hat.
  • Konzept: Wer ist der Charakter und was soll er für Dich im Spiel bewirken?
  • Motivation: Was ihn antreibt mit der Gruppe ins Abenteuer zu ziehen.
  • Spaß: Warum es Dir Spaß machen wird, diesen Charakter zu spielen.
  • Ziele: Was möchte er in seinem Leben unbedingt erreichen?
  • Grenzen: Seine Ängste und der Umgang mit ihnen.Wo zieht er seine moralischen Grenzen?
  • Nutzen: Wie kann der Charakter sich in die Gruppe einbringen und warum macht er es?
  • Prinzipien: Welchen Prinzipien folgt der Charakter und wie nachhaltig?
  • Meta: Worauf müssen die Spieler beim Charakter achten (dos und donts).
  • Beziehungen: Familie, Freunde, Feinde und was der Charakter sonst so für Beziehungen hat.

Um die Faulenzer auszusieben: Wer diese Fragen nicht zumindest rudimentär beantwortet, bekommt keine XP :–)


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Der Spielleiter meiner Montagsrunde kann wohl für einige Monate dieses Amt nicht mehr wahrnehmen – Nachwuchs und Examen fressen einfach zu viel Zeit auf. Damit wir nun nicht alle tatenlos herumsitzen, habe ich mich bereit erklärt seinen Posten erstmal zu übernehmen.

Eigentlich hatte ich gehofft, die anderen Spieler von einer West-Marshes Kampagne überzeugen zu können, aber es wird eine “richtige” Story-Kampagne gefordert. Damit kommt natürlich etwas mehr Arbeit auf mich zu, zumal die Latte durch den jetzt-nicht-mehr-SL ziemlich hoch gelegt wurde.

Die Spielwelt bleibt vorerst wohl die gleiche – Catara. Diese Welt kenne ich schließlich als Spieler wie auch aus der Zeit als Neverwinter Nights Persistant World Owner. Aber um Kuddelmuddel mit den bisherigen Charakteren zu vermeiden, und der unterbrochenen Kampagne nicht in die Parade zu fahren, werde ich mich an anderer Stelle der Welt austoben.

Offen blieb für mich jetzt nur noch die Frage nach Thema und Handlungsort der neuen Kampagne. Dabei kam mir vorhin ein wunderschönes Gedankenbild:

Ein verlassen auf See treibender Elben-Handelsriese. Normalerweise sind dies elegante Ungetüme aus Holz und Metall, groß genug um eine kleine Stadt zu transportieren, den Bauch voller wundersamer Dinge. Die Händlerabenteurer aus dem Elbenvolk ziehen damit über die Weltmeere, immer auf der Suche nach guten Gelegenheiten und neuen Erlebnissen.

Dieser hier ist verlassen, anscheinend seit langer Zeit. Die Segel zerfetzt, viele der Aufbauten eingestürzt. Ein Geisterschiff und gleichzeitig eine treibende Insel.

Nur mutige Seeleute werden solch einen Handelsriesen betreten wollen. Wer weiß was für Dinge dort lauern? Und woher kommt er, warum ist er verlassen? Gibt es vielleicht einen Hinweis auf die sagenumwobene Stadt Donnerheim, den Ort wo Or-Koris Netze gewoben wurden?

Ich weiß zwar immer noch nicht genau, wohin die Kampagne führen wird, habe jetzt aber zumindest ein paar Ideen/Themen:

  • Seefahrt wird mehr sein als nur Mittel zum Zweck
  • Ein Streit unter Göttern
  • Die See der tausend Inseln
  • Die versunkene Stadt
  • Fremde Kulturen
  • Dekadente Fürsten

Klingt doch schon mal nicht so schlecht, daraus sollte sich etwas basteln lassen.


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Ja, es gibt sogar deutsche Webcomics. Wobei der Großteil von denen die ich kenne eher in die Kategorie Cartoons gehört. So auch die erste Vorstellung heute, die gleich einen Strauss an Links bietet:

Der Flix- Heldentage 2.0

Flix ist eines der aufstrebenden jungen Talente im deutschen Comic-Biz. In der FAZ gibt es seinen Seriencomic Faust, er hat diverse Bücher über das Leben, Mädchen, die Mauer, und was weiss ich nicht alles veröffentlicht, und auf seiner Webseite gibt es eben (un-)regelmäßig kurze Ein- und Ansichten in und über das Leben eines Cartoonisten. Man erfährt von dem sehr sehr großen Sofa, Coffeeman und Kunststudenten. Sehr empfehlenswert.

Die zweite Vorstellung ist mal was ganz anderes, dafür aber in der Erscheinungsart eines “klassischen” Webcomics:

Union der Helden, ein deutscher Superhelden-Fotocomic. Das ist auf vielerlei Art ungewöhnlich: Deutsche Comicautoren beackern das Superheldengenre ja eher selten, und Fotocomics sind auch nicht sonderlich häufig anzutreffen. Union der Helden kommt auf den ersten Blick in der Art der Bravo Foto Love Stories her. Aber er ist doch ein wenig aufwändiger produziert. Die Superfähigkeiten sind hübsch per Photoshop & Co visualisiert, hin und wieder gibt es sogar kleine Animationen. Dazu kommt eine durchaus packende und vielschichtige Story die sich nicht vor den großen Vorbildern verstecken muss.


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Seit gestern wieder frisch gestyled: Ich gebe es zu: Jahrelang war ich immer bei den diversen 10-Euro “Friseuren”. Die Anführungszeichen sind Absicht, denn auch wenn den Leuten da keine gröberen Schnitzer unterlaufen sind, war es doch keine größere Handwerkskunst. Was will man denn auch für so einen Stundenlohn erwarten?

Seit bald zwei Jahren oder so bin ich jedoch Stammgast bei Sandra, der Kiezschnitte. Die Gute ist bekennender Elvis-Fan, was sich im Dekor des Ladens niederschlägt, vor allem aber im Handwerk: Sandra ist Meisterin und kennt sich bestens mit allen Styles aus den 50ern bis 60ern aus. Da mache ich dann auch gerne unentgeltlich und unaufgefordert Werbung. Im Ergebnis rufen mir Jugendliche jetzt regelmäßig “Hey Elvis!” oder “Hey Travolta!” hinterher. Aber wer schön sein will... :)


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Ja, der Film ist im Endeffekt ein Remake von “Der mit dem Wolf tanzt”. Ja, die Action-Sequenzen sind großartig. Die CGI-Effekte machen wirklich was her und verlassen in Sachen Gesichtsanimation gerade das Uncanny Valley um tatsächlich real zu wirken.

Oh, und der Schurke des Films? Der ist so sehr Badass, den muss man eigentlich mögen. Ich hab also viel Spaß gehabt.

Mein Beef: Die Fauna von Pandora passt vorne und hinten nicht zusammen. Hier bei uns haben alle nicht-Insekten vier “Beine” – selbst bei Schlangen ist nachweisbar, dass sie irgendwann mal welche hatten. Auf Pandora? Da ist alles zu haben, ohne dass irgendwelche Arten-“Familien” zu erkennen sind. Ok, vom ersten Anschauen vielleicht, aber dann passen wieder Gliedmaßen- oder Augenanzahl nicht mehr. Die “Pferde” scheinen auch einfach nur zwei seltsame Extra-Beine bekommen zu haben, nur damit sie fremd ausschauen – lange werden diese übrigens nicht im Detail gezeigt, wahrscheinlich weil die Lauf-Animation mit sechs Beinen wohl doch nicht ganz rund ist.

Die Na'vi sind auch so eine Sache: Der DesignProzess lief wohl in etwa so aus:

“Macht mal Indianer!”

“hmm.. nee, die müssen ausserirdisch wirken, machen wir sie mal zwei Köpfe größer. Und blaue Haut.”

“hmm.. vielleicht nur vier statt fünf Finger?”

“ein Schwanz! Genau, die brauchen alle noch einen Schwanz. Wirkt atavistischer.”

“wo lassen wir denn das Neural-interface-dingens, damit die sich mit den Tieren verbinden können? Genau, ich weiss: Im Zopf””

(Alle anderen Lebewesen, die über solche Verbindungsdinger verfügen haben stets zwei, am Ende ihrer Kopftentakel... irgendwie passt das nicht. Und soll ich etwa glauben, daß der Zopf so geflochten wächst?)


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I just registered at Gog.com to snag a free copy of Tex Murphy 1+2. Turns out they've transcended the normal gender choices in their registration process:

GoG-Genderchoices


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In einem Kommentar auf Carta versucht Wolfgang Michal seine (von mir kritisierten) Aussagen noch einmal zu konkretisieren. Ursprünglich wollte ich direkt dort kommentieren, dann ging mir aber auf, dass das Thema weitreichender ist, als es zuerst den Anschein hat. Daher hier ein längerer Beitrag.

Wolfgang Michal schreibt:

Nichts anderes sage ich. Die Provider vermitteln den Nutzern den Zugang zum Internet, also zu allen damit verbundenen Nutzungsarten. Manchmal ist der Provider tatsächlich nur Durchleiter, manchmal de facto ‘Verleger’ von Inhalten.

Der Begriff “Provider” ist besetzt für die reinen Zugangsanbieter. Nur diese sind der Netzneutralität verpflichtet. Google zum Beispiel ist (derzeit) aber eigentlich kein Zugangsanbieter, sondern ein Diensteanbieter. Gleiches gilt für PirateBay und Konsorten. Ich kann bei keiner dieser Firmen einen Internetanschluss buchen. Als Diensteanbieter sind diese Firmen damit auch anderen Verpflichtungen unterworfen.

Die Verteidigung von PirateBay lautete deshalb konsequent auch nicht, daß sie einfach nur blind Inhalte weiterleiten würden, sondern daß die von ihnen dargebotenen Inhalte legal seien – mit Netzneutralität hatte das nie etwas zu tun.

Interessanterweise haben T-Online und Konsorten aber tatsächlich mehrere Hüte auf. Zum einen sind sie  Zugangsanbieter, das heisst sie bieten einfach eine Rampe ins Internet. Wie und für welche legalen oder illegalen Dienste ich diese Rampe nutze soll meinen Zugangsanbieter nicht interessieren, er soll sie einfach nur durchleiten.

Gleiches gilt auch für die Interconnect-Anbieter, also die Betriebe, die für die Verbindung zwischen meinem Zugangsanbieter und dem des eigentlichen Diensteanbieters zuständig sind.

T-Online und Co sind zum anderen aber auch Diensteanbieter. Diese Rolle ist aber eigentlich losgelöst von ihrem Providerstatus zu betrachten. Als Diensteanbieter unterliegen sie natürlich allen Rechten und Pflichte wie sie auch auf zB dem Betreiber von carta.info betreffen.

Aus dieser Vermischung von Dienste- und Zugangsanbietertum rührt dann auch die Aufregung über Netzneutralität: Es ist plötzlich für einen Zugangsanbieter zum Beispiel wirtschaftlich interessant, bestimmte Dienste auf seinen eigenen Leitungen zu bevorzugen – nämlich die, die er selbst in seiner Rolle als Diensteanbieter vermarkten will. Oder man nimmt andere Diensteanbieter in Geiselhaft, und macht deren Datenverkehr so lange langsamer, bis sie Geld bezahlen.

Das ist der Grund warum Netzneutralität so wichtig ist. Die neuen Rollen von Google & Co als Verleger sind eine ganz andere Baustelle. Keine minder bedeutsame, aber definitiv eine andere.

(Bitte zum Leseverständnis: Ich halte Wolfgang Michals Analyse, daß Google mehr und mehr eine klassische Verlegerrolle einnimmt für vollkommen richtig. Siehe auch Isotopps Ausführungen dazu. Aber im kritisierten Artikel wurden, sicherlich unbeabsichtigt, Begriffe und Schlagworte arg unglücklich miteinander vermengt.)


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MC Winkel will unsere skurrilsten IT-Abenteuer erfahren. Ich habe da ja einen reichen Schatz durch meine Arbeit in einem Textilimportunternehmen wo ich auch für die Außenstelle in Hong Kong zuständig war. Da hatte ich ja auch schon ein paar mal was zu gebloggt.

Hier aber mal eine der vielen Stories die es irgendwie nicht ins Blog schaffte:

Eigentlich hatte ich frei. Gerade war ich mit der Freundin auf Amrum angekommen, wo wir ihre Eltern in ihrem Ferienhaus besuchten. Und nach dem Begrüßen, Kaffee und Kuchen und einem kleinen Spaziergang war mir langweilig. Also das Notebook ausgepackt, Modemkabel in die Dose (wir reden hier von ganz-knapp-vor-UMTS-Zeiten) und mal ein paar Emails abgeholt.

Direkt ins Auge sprang mir ein Betreff der irgendwie “URGENT BRKEN SERVR!! PLZ FIX URGNTLY” oder so lautete. Absender war der Mitarbeiter in Hong Kong, der zumindest ein wenig mehr IT Wissen hatte. Ok, wenn der schon so rumweint, dann muss es wohl wirklich wichtig sein. Also öffnete ich die Email – großer Fehler.

Denn die Mail war ungewöhnlich groß. Insgesamt dauerte es gut eine Stunde, bis sie endlich auf meinem Notebook landete. Denn die Fehlerbeschreibung beschränkte sich auf “Computer don't work, plz revise attached video.”

Video?!

Ja, genau. An der Email hing ein gut 2 MB großes .mpg. Zu sehen war, unscharf und verwackelt, die Frontseite eines Computers. In Großaufnahme schob sich langsam, fast schon pornographisch, ein Zeigefinger ins Bild und drückte auf den Einschaltknopf. Das Tonrauschen wurde etwas lauter (anscheinend gingen die Lüfter an), man sah eine LED aufblinken, hörte ein paar klägliche Piepser..

...und dann wurde das Rauschen wieder leiser, anscheinend war der Computer wieder ausgegangen. Keine weiteren Erklärungen, keine genaue Angabe um welchen Computer es sich handelte. Es war aber deutlich kein Server, sondern eine Desktopmaschine – und von denen gab es mehrere vor Ort.

Im Endeffekt beschloss ich einfach so zu tun, als ob ich die Email noch nicht abgerufen hätte und genoß den restlichen Urlaub so gut es ging. Später stellte sich heraus, dass der Einschaltknopf klemmte und damit den Rechner einfach immer sofort wieder ausschaltete...


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Auf Carta wird über den Unterschied zwischen privater Kommunikation und Publikation nachgedacht, und die Frage aufgestellt, ob Google und die Telekom nicht die “neuen Verleger” seien. Das ist keine dumme Frage, und zeigt schön auf, daß das Internet hier tatsächlich einige Rollen neu verteilt.

Aber, es wird mit einem absolut untauglichen Vergleich erklärt:

Aber kann man das Internet generell mit einer [...] – vergleichen? Beim E-Mail-Verkehr ist das unstrittig. Da kommuniziert eine Person mit einer anderen, und keine dritte Person soll mitlesen. Hier gilt [...] das Post- und Fernmeldegeheimnis. Doch in weiten Bereichen des Internet kann (und soll) jeder sehen, was durch die Pipelines fließt – weil die Pipelines gläsern sind. Und sie sind absichtlich gläsern, denn das Netz soll jedem die Möglichkeit eröffnen, mitzulesen, mitzusehen, mitzuhören und mitzureden.

Uhm... nein. Ich bitte inständig darum, diese fehlerhafte “Leitungs”-Analogie endlich fachgerecht zu entsorgen. Selbst wenn ich einen Inhalt über das Internet veröffentliche, selbst wenn ich andere dazu auffordere über diesen Inhalt zu diskutieren, dann mache ich damit den Transportweg immer noch nicht gläsern!

Niemand stellt “gläserne Pipelines” irgendwem zur Verfügung. Auch Google und die Telekom nicht. Sie stellen zunehmend Inhalte bereit. Sie hängen quasi Zeitungsseiten ins Schaufenster. Und sie gestatten anderen, kleine gelbe Notizzettel an diese Zeitungsseiten zu heften, oder sie zu vervielfältigen, mein eigenes Schaufenster daneben zu stellen, oder sogar, mein Schaufenster mit einer Bretterwand zuzunageln und nur bestimmten Personen zu erlauben dahinterzuschauen.

Wie diese Inhalte zu mir kommen, über welchen Transportkanal genau, wie häufig, von wo, wie lange, etc. all diese Informationen haben aber nicht gläsern zu sein. Die will ich nicht verbreitet wissen. Wenn es nach mir geht, sollen bitte alle Pipelines blickdicht bleiben – das ist ja auch der Grund, warum gegen die Vorratsdatenspeicherung geklagt wird, die würde nämlich alle Leitungen ohne Not verglasen...


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