Orkpiraten

Thinking and Playing and Testing

Nachdem die letzten Webcomic Montage ja eher das Fantastische behandelten, heute mal das echte Leben, so wie es sein könnte.

Fangen wir mit Anders Loves Maria von Rene Engström an. Anders liebt Maria tatsächlich, allerdings stehen immer irgendwelche Dinge zwischen den beiden, nicht zuletzt die Tatsache, dass Anders durchaus immer wieder mal ein Arschloch sein kann. Interessanterweise ist der Comic gerade beim Full Circle angekommen, von der Ankündigung ein Baby zu wollen, bis zur Geburt desselben. Dazwischen gibt es Streits, Versöhnungen, Trennungen, viele Rückblenden, Komisches und Tragisches. Der Zeichenstil variiert, ist aber stets sehr schwungvoll comichaft. Ein Webcomic über die Liebe.

Die Liebe kommt bei Punch an’ Pie auch nicht zu kurz, nimmt aber eher auf dem Rücksitz Platz. Punch an’ Pie erzählt viel mehr über das Erwachsenwerden. Dass alle Hauptfiguren schon längst im Erwachsenenalter sind soll da nicht stören, ich bin ja selbst auch noch in vielerlei Hinsicht Kind :). Die Story dreht sich hier hauptsächlich um Angela (berühmt-berüchtigt aus Queen of Wands) und Heather, und wie diese beiden mit den Bürden des Erwachsenenlebens zurechtkommen: Jobs, Beziehungen, Geld, Liebe… Punch an’ Pie schillert irgendwo zwischen Slapstick und Romantic Comedy, ist aber eigentlich immer lesenswert.


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Den Film hatte ich ja schon länger auf dem Radar, und das nicht erst seitdem er in der WIRED gefeatured wurde. Fanboys ist im Grunde klassisches amerikanisches Road Movie: Ein paar Freunde fahren quer durch die Staaten um irgendein Ziel zu erreichen, lernen dabei etwas über sich selbst und sind am Ende dickere Freunde als vorher.

Nur dass die Freunde hier alle Star Wars Nerds sind, und das Ziel eben ist,  Episode I aus der Skywalker Ranch zu klauen, um so den Film ein paar Monate vorher zu sehen (Da einer der Freunde todkrank ist und den Film sonst nie sehen kann). Es folgt ein Irrsinnstrip durch die Untiefen des Fandoms. Das ist nicht sonderlich tiefschürfend, und eigentlich auch nichts neues (Galaxy Quest beleuchtete ja schon ein ähnliches Thema, hier aber eher Trekkie-zentrisch).

Aber es macht Spaß. Daß diverse Star Wars Stars Gastauftritte haben ist da schon fast Nebensache (und Carrie Fisher hätte ich fast nicht erkannt, Schande über mich) .


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Stefan erklärt die römische Religion im Alltag. Ich finde, das ist ziemlich interessant – zumal es sich sowohl vom neuzeitlichen als auch vom traditionellen Rollenspieler-Polytheismus-Religionsverständnis in vielerlei Hinsicht ziemlich unterscheidet. Weltenbauer und Leute die eine neue Kampagne planen sollten sich das mal durchlesen.


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Was für ein großartiger Müll, unbedingt sehenswert: Mittelmäßiger Variete-Künstler nimmt an geheimen Ping-Pong-Turnier bis zum Tode teil um geheimnisvollen Superschurken-Waffenschmuggler zu fangen. Nein, viel seltsamer geht es eigentlich nicht. Balls of Fury (den Trailer gibts auf YouTube)ist eine grandiose Persiflage auf Filme wie Bloodsport, Dead or Alive oder sonst jeder Kung-Fu Schinken wo Amerikanern das “geheime Wissen des Ostens” beigebracht wird.

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Hab gerade nix zu bloggen, stattdessen zwei niedliche mehr oder minder aktuelle Tierbilder von unserem Hund:

ooh, gibts da was?eeh... mach das weg!


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Heute möchte ich mal zwei Webcomics aus der Rollenspielecke vorstellen:

Fangen wir mit Darths & Droids an. D&D (ha-ha) nutzt Standbilder aus den Star Wars Filmen.Gezeigt wird eine Science Fiction Rollenspielkampagne, die grob die Story von Star Wars wiedergibt, dabei aber einiges anders macht.

Das Konzept ist damit ähnlich wie DM of the Rings: Die Bilder zeigen die Spielhandlung, und in Voice Overs hört man Spieler und Spielleiter am Tisch sprechen. Anders als DM of the Rings sind hier Spieler und Spielleiter aber, naja, erwachsener. Es gibt (etwas) weniger Powergaming, und auch kein ganz so arges Railroading durch den Spielleiter. Das ganze wird schön humorvoll dargebracht, mit Seitenhieben auf das Science Fiction Genre insgesamt oder die Plotklücken der Filme. Interessant und häufig sogar hilfreich sind dabei auch die Meta-Anmerkungen unter dem Comics: Hier werden häufige Rollo-Situationen kommentiert und Spielleitertipps weitergegeben.

Als zweiten Comic gibts “Sorry, We're Open”, eines der diversen mittlerweile leider eingestellten Comics von Ink Tank. SWO zeigt den Arbeitsalltag eines Comic- und Rollenspielshops. Lauter kurze vier-Panel Comics voll mit Insidergags. Immer wieder für kleine Lacher gut (und es erdet uns Geeks ein wenig, die eigenen Macken vorgeführt zu bekommen :) ).


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Bislang dachte ich ja, das wäre so eine Marotte der Wired, aber nachdem ich mir letzten Freitag spontan die “Marge Simpson” Ausgabe des Playboys kaufte wurde ich eines besseren belehrt:

Anscheinend ist es mehr oder weniger normal da, daß alle längeren Artikel mitten im Satz mit dem Verweis “read on at page $foo” abgebrochen werden. $foo ist dann eine Seite ganz am Ende der Ausgabe, wo sich die “Enden” von knapp einem halben Dutzend Artikeln befinden. Meistens sogar in schlechterer Typographie.

Warum tun die sowas, mir geht das fürchterlich auf den Keks?!


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Meine dahingeworfenen Gedanken zur Diskussion zwischen Anicatha und Datenritter (also gerade mal zwei Personen) werden bei Frank als “Wirbel” bezeichnet. *)  (Gut, nur als “kleiner Wirbel”, aber was solls.) Für so wichtig hätte Aber es ist ja schon irgendwie symptomatisch, wie schnell ein Thema in Kleinbloggersdorf als mehr oder weniger dramatisch bezeichnet wird, nur weil es etwas kontrovers ist und sich mehr als zwei Leute dafür interessieren.

Man kann hier quasi der Entstehung eines potentiellen Skandals live bewohnen. Wer weiß was passiert wäre, wenn Datenritter auch bloggen würde? Dann wäre die Auseinandersetzung zwischen ihm und Anicatha nämlich sichtbarer und andere wären vielleicht noch eingestiegen. Das ist nämlich mit ein Problem hier in Kleinbloggersdorf: Man sieht einem bis dahin unbekannten Blog eben nicht so ohne weiteres an, wer alles dahintersteht, und wie relevant dessen Aussagen und Theorien wirklich sind. :)

*) Ich mag Franks Theme übrigens, insb. den Footer :)


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Anicatha hat ja gerade einen Beitrag veröffentlicht, in dem sie sich gegen Hamthrax-Impfungen, ja sogar gegen Impfungen im allgemeinen ausspricht.

Der Datenritter wirft ihr daraufhin einiges vor. Im IRC präzisiert er das zusätzlich ein wenig, hauptsächlich läuft es aber auf folgendes hinaus: Anicatha war/ist Spitzenkandidatin der Schleswig-Holsteiner Piraten. Als solche unterliege auch ihr Weblog automatisch bestimmten Anforderungen. Diese verböten ihr quasi irgendetwas ausserhalb der harten verifizierten Fakten bzw. der basisdemokratisch verifizierten Parteimeinung zu veröffentlichen.

Man mag jetzt von Impfungen halten was man will *), eine Sache wird hier aber klar: Unsere Gesellschaft hat noch keinerlei Konsens darüber gefunden, inwieweit öffentliche Personen private Meinungen haben (und äussern) dürfen, noch darüber, was passiert, wenn private Meinung und (vermeintliche?) Gruppenansicht kollidieren.

Den gleichen Konflikt hatten wir ja mittlerweile schon ein paar Mal, gerade in der Piratenpartei: Irgendwer äussert etwas in der semi-Öffentlichkeit  des eigenen Weblogs oder eines Forums, und die Stimmung kocht hoch, Parteiaustritte werden angedroht, etc..

Für die Zukunft sehe ich eigentlich nur ein Modell als tragfähig: Es gibt die offiziellen Kanäle einer Partei, deren Webseite, deren Pressemeldungen, vielleicht noch Talkshowauftritte von Amtsinhabern, die dabei ihr offizielles Amtsinhabermäntelchen tragen müssen. Was dort verbreitet wird hat den Segen der Partei, abgestimmt durch Gremien und Basis.

Und dann gibt es eben noch die halb-öffentlichen Kanäle auf denen Menschen ihre Privatmeinung kundtun. Diese Privatmeinung hat dann aber eben nichts mit der Meinung ihrer Partei zu tun.

Wer dann aber dennoch von Privat- auf Parteimeinung schliessen will, und aufgrund dieses Fehlschlusses irgendwelche Konsequenzen androht oder gar zieht wird gesteinigt :).

*) ich bin grundsätzlich für Impfungen im Allgemeinen, habe mich zum Beispiel aber noch nie gegen Grippe impfen lassen.


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Komme gerade aus einer Besprechung.

Wat'n Bullshit!

Im Endeffekt steht man da, wo man schon vor einem Jahr stand, konstruktive Lösungsansätze wurden totgeschwiegen, andere Lösungsansätze wegen Verantwortungsgerangel bislang nicht angefasst, und als Krönung der Frischling in der Abteilung als (Klein-)Projektleiter vorgeschlagen, ohne ihn auch nur im Ansatz in die Historie der fachlichen und politischen Probleme einzuweihen.

Das sind die Momente, wo ich froh bin “nur” externer Mitarbeiter ohne jegliche Verantwortung in diesem Großprojekt zu sein...


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