Letztens hatte ich ja übrigens einen Anruf von einem freundlichen Kripo-Beamten. Der hätte einen verschlüsselten Laptop in der Hand, für dessen Administration ich vor Jahren mal (mit) zuständig war.
Und fragt mich, ob ich ihm nicht mal eben das Kennwort durchgeben könnte.
Nein, schon aus rein praktischen Gründen nicht: Es ist durchaus ein paar Jahre her, seit ich das fragliche Gerät in den Händen hielt. Seitdem ist Zeit vergangen, andere Admins hatten das in der Hand, und ich arbeite auch nicht einmal mehr für die involvierte Firma.
Selbst wenn ich mich noch erinnern könnte (was ich definitiv nicht tue), ich würde das doch nie und nimmer einfach so irgendeinem Hansel AM TELEFON verraten!
vor etwas über einem halben Jahr habe ich ja über meinen Ersteindruck von D&D 4.0 berichtet. Seitdem spielen wir das mehr oder weniger regelmäßig jede Woche in unserer Montagsrunde. Dabei habe ich nun doch recht ausgiebig die meisten Regelmechanismen kennengelernt und sowohl einen Zauberer als auch einen Paladin gespielt.
Was soll ich sagen? Als Regelwerk für kurzweilige und teilweise auch recht abwechslungsreiche Kämpfe eignet sich die 4.0 ganz gut. Die Powers der einzelnen Klassen ergänzen sich ganz prima. Charaktere die zusammenarbeiten sind ungleich erfolgreicher als Einzelkämpfer. Und anders als bei den Vorgängerversionen sind alle Klassen gleich von Anfang an befriedigend zu spielen. Ein unerfahreren Zauberer ist so zum Beispiel nicht gleich nach der ersten Magic Missile “leer”, und kann also weiterhin aktiv ins Geschehen eingreifen.
Allerdings hat das System an vielen Stellen damit in meinen Augen auch einiges an Flair verloren. Fast alle Fähigkeiten sind immer quasi-magisch, so dass echte Magie da kaum heraussticht. Dazu kommt, dass es so gut wie kaum Fähigkeiten gibt, die nicht direkt kampforientiert sind. Und selbst solche die es sind, sind von ihren Beschreibungen sehr dicht in die Kampfregeln eingebettet. Die vielgepriesenen Skill-Challenges fühlen sich fast wie ein Kampf an...
Mein erster D&D 4.0 Charakter war ja ein Zauberer, und hier hatte ich einerseits schnell ein berauschendes Gefühl von Omnipotenz: Schon einer der einfachste “At-Will” Zauber fällt gleich bis zu 9 Gegner auf einmal, und man kann ihn so häufig anwenden wie man will. Allerdings sind auf der anderen Seite fast alle der Nicht-Kampfzauber abgeschafft und nur noch als recht teure und langwierige Rituale verfügbar. Zusammen mit dem kompletten Wegfallen der Familiar-Regeln hat der D&D 4.0 Zauberer für mich sehr seinen rollenspielerischen Reiz verloren.
Ähnliches gilt für den Paladin: Die Regeln sehen so z.B. gar nicht vor, dass es gefallene Paladine geben könnte. Verstösse gegen Glaubensregeln sind so also eher Nebensache. Was nicht heisst, dass mein Spielleiter da nicht dennoch reagierte. Man muss sich ja nicht sklavisch an die Regeln binden...
Generell gilt mein Fazit: D&D 4.0 steht Rollenspiel nicht im Weg. Man kann das sicherlich alles machen. Aber weder wird es durch die Regeln gefordert, noch gefördert. Natürlich gilt diese Aussage auch zu Teilen für die Vorgängerversionen, aber für keine von ihnen derart stringent.
Google Mail hatte ja heute irgendwelche Probleme. Ich selbst hab davon kaum was mitbekommen, saß offline in der Bahn. Und jetzt schreiben sie auf dem Google Blog:
Before you can access your Gmail, you may be asked to fill in what’s called a ‘CAPTCHA’ which asks you to type in a word or some letters before you can proceed. This is perfectly normal when you repeatedly request access to your email account, so please do go through the extra step – it’s just to verify you are who you say you are.
WTF?
Nochmal zum Mitdenken: Das Captcha stellt sicher, dass ich der bin, der ich behaupte zu sein?
Die Fähigkeit verzerrten Text zu lesen bestätigt meine Identität? Was für ein Schwachsinn! Das ist die armseligste und auf lange Sicht schädlichste Begründung für sowas. Unbedarfte Anwender glauben sowas hinterher sogar noch!
Gestern bin ich ja mit knapp 3 Stunden Verspätung beim Kunden aufgeschlagen – zwischen Uelzen und Hannover waren die Oberleitungen kaputt, so dass der ICE erstmal wieder nach Hamburg-Harburg zurückgondelte.
Was mich ja so richtig fuchsig macht ist dies: Die Bahn entschädigt für Verspätungen von mehr als 60 Minuten mit...
...einem Antragsformular füreinen Gutschein über 20% des Fahrpreises. In meinem Fall also ~11 Euro.
11 Euro! Für einen Arbeitszeitausfall der selbst einen Niedrigstlöhner mehr kosten würde, von IT Consultants mal ganz abgesehen.
Himmelarschundzwirn, und dann kostet meine Arbeitszeit um das Antragsformular auszufüllen, einzureichen, Gutschein einzufordern und dann später bei einer anderen Reise die Gutschrift mit anzugeben ja mehr als der Gutschein einbringt!
Grmpf!
Warum reichen die nicht einfach unbürokratisch Mitropa-Verzehrgutscheine aus?
Aber darf er sich erlauben, so zu handeln, wie es Jesus im Gleichnis vom verlorenen Sohn fordert? Darf er gar die Maxime “Liebe deine Feinde” umsetzen, um die Spirale von Ausgrenzung und Hass zu unterbrechen?
Er darf nicht nur, er muss sogar, wenn er seinen Glauben ernst nimmt.
Ich mag Religionen nicht, und die katholische Kirche in der Regel schon gar nicht.
Aber wenn deren Oberhaupt eine versöhnliche Geste vornimmt, “armen Sündern” die Vergebung anbietet, dann ist das nur konsequent und christlich. Das bedeutet nicht, dass die Sünden gut geheissen werden. Und schon gar nicht ist irgendeine Verhöhnung von Opfern vorgesehen.
Es ist einfach nur gelebter Glauben. Und aus meiner Sicht, sogar der wichtigste, wenn nicht sogar der beste Teil des christlichen Glaubens.
Ich hätte damit rechnen müssen: Kaum nehme ich mir einen Tag frei, um mal Dinge zu schaffen und mir allgemein einen Lenz zu machen, fällt mir ein Inlay aus dem Zahn.
(mal sehen, was S9Y aus den ganzen Sonderzeichen im Titel macht)
Astrópía ist ein sehr feiner Film aus Island, in dem eine Society-Tussi sich in die Welt der Rollenspieler begibt. Ich hab Tränen gelacht. Die deutsche DVD ist in Arbeit, die sollte jeder Nerd sich zulegen!
Gestern gab ich ja mal wieder den niederen Instinkten nach, und gönnte mir einen “Venti Café Latte Triple Shot to Go” – ich war also bei Starbucks und warf haufenweise Geld für Wasser mit Koffein & Geschmack aus dem Fenster.
Während ich auf mein Heißgetränk wartete sah ich gegenüber von der Theke einen Glaskasten hängen in dem ein blauer Zettel stolz verkündete, diese Filiale hätte den “Starbucks Bravo Award” bekommen. Unter anderem dafür, dass das Team
positive Comp im zweistelligen Bereich
generieren konnte.
Ich geb ja zu, ich hatte nur knapp zwei Semester BWL, und wahrscheinlich da nur halb so gut aufgepasst wie ich es hätte tun sollen, aber dieser Begriff war mir komplett neu. Also die freundlichen Mädels hinter der Theke angesprochen und gefragt:
Sagt mal, wofür habt Ihr eigentlich diesen tollen Award bekommen? Was sind positive Comp?
Ich habe selten so verblüffte Gesichter gesehen. Keine der beiden wusste etwas mit dem Begriff anzufangen, und dass, obwohl sie schon mächtig stolz auf ihren Preis waren! :) Zeigt wieder einmal eindrücklich, dass Marketing-Fachleute gerne mal an ihren Zielgruppen vorbeireden...
Comp Sales or Comparable Store Sales or Same-Store Sales or Comp-Store: A measurement of productivity in revenue used to compare this year's sales in a given retail store to sales of the same period last year.