Orkpiraten

Thinking and Playing and Testing

Im Urlaub habe ich ja den neuesten knapp-1000-Seiten-Wälzer von Neal Stephenson durchgearbeitet. Und glaubt mir, “gearbeitet” war hier das richtige Wort, wenn es auch sehr vergnügliche Arbeit war.

Anathem spielt auf einer fremden Welt namens Arbre, innerhalb einer Gemeinschaft von mönchischen Gelehrten die sich meistens in einer toten (und aus unserer Sicht sehr fremden) Sprache unterhalten. Neal Stephenson hat sich die Mühe gemacht, jeden dieser fremden Begriffe in einer Art Schweinelatein zu präsentieren. Sprich: Alle naselang stolpert man über vertraut-klingende aber doch fremde Begriffe.

Dennoch taucht man innerhalb kürzester Zeit tief in die Welt von Arbre mit ihren Maths, den Fraas, Fids und Suurs, den Jeejahs, Aperts und Fetches ein. Die gewählten Begriffe ergeben ruck-zuck einen Sinn und auch die ständigen wissenschaftlichen Diskurse sind unterhaltsam geschrieben.

Trotz des teilweise sperrigen Formats und des anspruchsvollem Umfeld mag man das Buch nur sehr ungern aus der Hand legen, und bis zum Schluss gelingt es Mr. Stephenson immer noch einen draufzulegen.

Anathem ist ein wunderbares und spannendes Buch, das jeder Geek & Nerd lesen sollte.


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[](http://brutales-licht.de/alanya-08/Alanya_08_Dim_Cave_10.JPG.php?p=*full-image)

Das ist er. Keine Ahnung ob er einen Namen hat, aber er lebt anscheinend auf dem Dach eines Restaurants auf einem Berg in der Nähe von Alanya. Das ist es übrigens, was man da auf dem Bild im Hintergrund sieht.

So eine Woche Urlaub im schön sonnigen Alanya ist echt prima! Insbesondere wenn man sich die Mühe macht, die Umgebung anzusehen...

Mehr Bilder gibt es hier.


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Gerade frisch vom Urlaub zurück, schon zeigen sich die ersten Anzeichen: Kopfschmerzen, Drömeligkeit, Dinge fallen mir ständig aus der Hand oder so um...

...und natürlich habe ich das Blog getötet. :(

Eigentlich wollte ich nur einen kleinen Text im Übersetzungsfile ändern, und irgendwie kam es zu einer Kette von Ereignissen an deren Ende ich das Serendipity Verzeichnis komplett löschte um nun alles wieder herzustellen. Das Theme ist dabei komplett flöten gegangen, und so einige Plugins von denen ich nicht einmal mehr weiss, was ich da genau hatte. Es kann also eine Weile dauern, bis diese Seite wieder in alter Pracht erscheint.....und die Fehler mit den Permalinks behoben sind.


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Fans of Douglas Adams' Hitchhiker's Guide To The Galaxy are likely to react strongly to the announcement that Artemis Fowl author Eoin Colfer has been given the green light to write a sixth book in the series – 16 years after the release of Mostly Harmless.

zu finden bei The Register. Ich bin momentan etwas sprachlos. Tut das wirklich not, muss das sein? Gibt es tatsächlich dem Anhalter noch etwas wichtiges hinzuzufügen?


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Ich bin ja ein Spielkind. Ich mag Comics. Ich fall auf Werbung rein. Und Google Software mag ich häufig gerne. Wenn nun also Google mir ein neues Spielzeug mittels eines Comics anpreist, dann habe ich keine Chance. Gar keine.

Also wurde gestern abend Chrome installiert und getestet. Es ist tatsächlich ein schlanker, schneller Browser der schlicht funktioniert. Aber mir fehlen auch einige Dinge:

  • Lesezeichen lassen sich nicht einfach so importieren, sondern nur aus bestehenden Installationen. Schlecht, wenn man mal aus einem Backup arbeitenwill
  • Die Kontextmenü-Reihenfolge bringt mich zum Wahnsinn: Unter Firefox ist “open in new tab” der zweite Eintrag. Unter Chrome findet sich da “open in new window” – was bei Firefox der erste Eintrag ist!
  • Gut, es ist verständlich, dass Google das mit den Werbeblockern wohl eher nicht so gerne sieht – aber mir fehlt Adblock doch sehr

Momentan wird das also nicht wirklich das Werkzeug meiner Wahl sein – vom Privacy-Albtraum mal ganz abgesehen :)


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Lest nach bei heise.de. Harrumpf! Was für ein Blödsinn. Da werden fröhlich Zensur- und Filtermaßnahmen befürwortet, Überwachung ausgeweitet, etcpp. nur um Symptome zu bekämpfen.

Ja meine Damen und Herren, Zugriff auf Webseiten die kinderpornographisches Material anbieten zu haben ist nicht die Wurzel allen Übels. Diejenigen, die das Material anfertigen sind es. Wenn man derer nicht habhaft werden kann, dann sollte man wenigstens die Webseite schließen.

Schließen, nicht “den Zugriff darauf sperren”. Das sollte sogar gehen – mir ist kein Land der Erde bekannt, dass diesen Kram nicht für übelsten Kram allerschlimmster Sorte hält. Gerade nicht solche Länder, die über die für die Bereitstellung eines Webservers notwendige Infrastruktur verfügen.

Sobald also solch eine Seite identifiziert ist, sollte es doch möglich sein, den Provider ausfindig zu machen und den höflich aber bestimmt aufzufordern a) den Kunden zu offenbaren und b) die Seite zu schliessen!

Das funktioniert erst dann nicht mehr, wenn die schlimmen Kinderpornographen komplett auf anonyme verschlüsselte Peer2Peer-Strukturen umsteigen – aber dann hilft auch keine Sperrung von Webseiten mehr! Dann kann man nur noch das Internet als Ganzes abschalten. Aber wahrscheinlich ist das eh das Ziel


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Ich persönlich finde das neue Design von Heise.de ja saublöd. OK, es sieht auf den ersten Blick recht hübsch aus, aber leider hat die Übersichtlichkeit arg gelittenn, von der Todsünde der festen Spaltenbreite mal ganz abgesehen.

Firefox to the rescue! (mehr nach dem Break)

Weiterlesen...

ok, wer will, mag einmal folgende Bedienungsanleitung von der Fun Factory herunterladen. Und jetzt bitte einmal den Abschnitt unter “Warnhinweis!” lesen. Und dann den korrospondierenden englischsprachigen Abschnitt unter “Caution!” lesen.

Für deutschsprachige Besitzer solchen Spielzeugs gilt nämlich:

»miniVIBES« sind nicht für den analen Gebrauch geeignet, denn FUN FACTORY VIBES können bei unsachgemäßer Anwendung vom analen Schließmuskel eingezogen werden.

Englischsprachigen Menschen wird da schon mehr zugetraut:

You should maintain a grip on your toy during anal play and not insert it so deeply that you lose a handle on it – play safely please.

In irgendeiner Sprache wird das wahrscheinlich sogar für diesen Einsatzzweck empfohlen... :-D


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Eigentlich wollte ich ja gestern abend früh ins Bett. Als ich dann doch noch kurz den Fernseher in der Firmenwohnung einschaltete, blieb ich irgendwie bei der romantischen Dienstagskomödie von Sat1 hängen – “Sex oder Liebe?

Über den Sinn des Titels kann man sich streiten, ob solche Filme nun sehenswert sind oder nicht ohnehin. Die Grundstory ist auch nicht sonderlich originell: Frau lernt zwei Männer kennen, die Männer sind beste Kumpels, Frau weiss das aber nicht, flirtet mit beiden, verliebt sich. Es gibt diverse Beinahe-Begegnungen, Missverständnisse etc, und am Ende fliegt alles auf.

Erwähnenswert ist dann die Auflösung: Anstatt dass sich die Dame herkömmlich für einen der beiden, oder irgendeinen dritten entscheiden muss, zeigt der Film wohlwollend und positiv besetzt eine zusätzliche Möglichkeit auf: Polyamorie. Und dass im deutschen Fernsehen!


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“Bah!” Oder auch: Sorry, das war nix.

Handwerklich ist es ja schön gemacht, für 20 Euro bekommt man ein schickes Hardcover, innen vollfarbig und ansprechend gestaltet. Man findet sich im Players Handbook auch ganz gut zurecht, alle Informationen sind schnell nachschlagbar, und die Illustrationen sind wirklich nicht unschön.

Auch alle Heldenfähigkeiten, seien es Zauber, Talente oder spezielle Angriffe und Tricks sind sauber sortiert und vereinheitlicht worden. Es gibt eine schöne Aufteilung in “immer verfügbar”, “einmal pro Begegnung (sprich: Kampf) und “einmal pro Tag”. Alle diese Fähigkeiten sind nach einem einheitlichen Muster beschrieben und funktionieren nach gleichartigen Regeln. Dadurch werden sie schnell verstanden und es gibt wenig Unklarheit. Dadurch dass man im Zuge der Charakterentwicklung eine unglückliche Auswahl dieser Fähigkeiten wieder ändern kann, kann ich mir schon vorstellen, damit Charaktere taktisch sinnvoll zu entwickeln.

Überhaupt: Kämpfe. Das Spielerhandbuch widmet gefühlte 95% aller Inhalte, Charakterfertigkeiten, Beispiele, magische Fähigkeiten, etc. dem Kampf. Das macht das Regelwerk einerseits sehr angenehm und flüssig zu lesen, ein Rollenspiel stelle ich mir dann aber doch anders vor.

Diese Fokussierung auf den “aufregenden” Aspekt des Rollenspiels findet sich in allen Bereichen: Den Beschreibungen der Spielertypen, der Charakterklassen, den Illustrationen, der Zauber.. eigentlich alles, insbesondere aber auch den Auswahlmöglichkeiten bei Charaktererschaffung und -entwicklung.

Jede Charakterklasse bekommt einen Grundstock an Wissen und für die jeweils wichtigen Dinge. Was nicht in das Konzept der Klasse passt ist nicht einmal optional oder zu höheren Kosten zu nehmen. Man kann später über ein spezielles Multiclassing Feat einzelne Spezialfähigkeiten anderer Charakterklassen erlernen, aber wenn ich es richtig gesehen habe, kann ein Wizard zum Beispiel nie dediziert Klettern verbessern! Es passt nicht zum Konzept und ist daher nicht erlaubt.

Auffallend auch das Schielen nach besonders einfacher Umsetzung als Computerspiel: Gegenstände belegen “slots” auf dem Charakterbogen und können nur da getragen werden, werden nach ihrem “Slot” beschrieben und sortiert, usw. Solche Ansätze finden sich wirklich überall im Regelwerk.

Dazu kommt noch eine “Meilenstein” Regel: Wenn man zwei Kämpfe ohne Ausruhen dazwischen bestritten hat, hat man einen Meilenstein hinter sich. Der gibt diverse Vorteile, die dann aber zu fürchterlich viel Buchhaltung auf Seiten der Spieler führen – schade, nachdem man sich so viel Mühe gemacht hat, selbige zu minimieren führt man fast im Nebensatz diese Regelung ein und macht fast alles zunichte.

Beim Lesen wurde mir eines leider ziemlich schnell klar: Die Games-Workshopfizierung hat komplett zugeschlagen! Das geht damit los, dass gleich zu Anfang ganz dreist gesagt wird, dass man auf jeden Fall für jeden Spieler ein Spielerhandbuch bräuchte, daß DM Guide und Monster Manual natürlich überhaupt nicht optional seien und ohne Miniaturen (Hier wird ausnahsweise nicht auf den “offiziellen” Produkten bestanden) geht es angeblich sowieso nicht. Konsequenterweise gehen die Regeln auch komplett davon aus, dass alle Kämpfe (und viel mehr gibt es laut Spielerhandbuch auch nicht) auf einer Karte mit 1-Zoll-Feldern ausgetragen werden. Und so ist D&D jetzt wieder ein sehr ausgefeiltes Tabletopspiel geworden bei dem jeder Spieler eine einzige Miniatur hat.

Das allerdings (ohne bislang ein Testspiel gewagt zu haben) scheint ganz gut gelungen zu sein.


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