Orkpiraten

Thinking and Playing and Testing

Karsten meckert äußert konstruktive Kritik zu meiner Dresden Files Kampagne. Da ich selbst auch so gar nicht zufrieden war, hab ich mir das genau durchgelesen.

Meine, naja, Frustration speist sich aus mehreren Gründen:

  • Irgendwie hatte ich mehr investigative Aktionen erwartet. Im Nachhinein ist mir klar, dass ich die überhaupt nicht genug gefördert hatte, aber auf die (in der Tat schlechten) Angebote der verschiedenen NSCs wurde meist nur mit Schulterzucken reagiert, anstatt Gegenangebote zu machen oder gar herauszufinden, warum denn wer involviert ist.
  • (Es ist auch einfach eine miese Situation aus Sicht der Spieler, wenn man untätig irgendwo herumsitzt und auf die NSCs warten muss. Allerdings muss man fairerweise sagen, dass die Gruppe sich von selbst in diese Situation gebracht hat..)
  • Ich habe total die Macht der Gruppe unterschätzt, bzw. die Gegner viel zu mundän ausgestattet. Die Konflikte blieben wurden ruckzuck von den Spielern gewonnen was natürlich jegliche Spannung in der Hinsicht rausnahm.
  • Und natürlich bin ich komplett in die Falle von “Detektiv-Story!=Detektiv-Rollenspiel” getappt. Was auf der einen Seite hervorragend Spannung generiert funktioniert interaktiv eher.. schlecht.
  • Die kurze Spielzeit ist in der Tat tödlich für die Stimmung.. hoffentlich bessert sich das.
  • Im Grunde sollte dieser erste Teil eh nur einige Grundpfeiler einschlagen, und dafür sorgen, dass in Zukunft bestimmte Namen die Ohren klingeln lassen. (Was ja angesichts letzten Montag auch funktioniert hat)

Im Endergebnis hoffe ich, dass die Kampagne von hier aus aufwärts geht. :)


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Isotopp schreibt:

Andererseits scheinen aber die Leute, die ich kenne, aus irgendeinem Grund eine funktionierende Hotline nicht zu erwarten und versuchen daher nicht einmal anzurufen, wenn es Probleme gibt.

Ja, da darf man der deutschen Null/Kaum-Servicegesellschaft danken. Wir sind nämlich in der Tat über die letzten Jahrzehnte genau darauf getrimmt worden: Erwarte nichts von einer Hotline. Erst wartet man da endlos, dann wimmeln die Dich nur ab. Im Idealfall nimmt man noch eine Beschwerde auf, die dann irgendwo verloren wird.

Genau darum habe ich bislang noch nicht bei DHL angerufen, obwohl drei von fünf Paketlieferungen an mich ohne Eigeninitiative auf Verdacht nicht bei mir angekommen wären. (Sprich: Ich wusste, dass da was kommt, und habe periodisch bei der Post vor Ort nachgefragt, ob denn da was für mich wäre.) Und da ich eben von DHL in der Hinsicht genau gar nix erwarte, spare ich mir die Arbeit da anzurufen...

Doof eigentlich, aber so isses nunmal.


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After a roughly two-year long abstinence, I recently caved in again, and bought a black t-shirt with nerdy print on it. Today, it arrived:

I dig the nifty packaging it came in too.


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Als jemand, der in den frühern 70ern geboren ist, wurde ich ja ziemlich von Otto Waalkes geprägt. Ich hatte die Schallplatte, kannte die Fernsehauftritte und all das.

Einer meiner All-Time-Favourites war (und ist) “Das Gewitter. Dem geneigten Leser sei es hier einmal nahegelegt:

Was ich heute erst gelernt habe: Das ist ein ganz dreistes Plagiat eine hervorragende Hommage! Tatsächlich scheint das nämlich von Heinz Erhardt zu sein. (Und die “einige von Euch kennen das sicher schon”-Einleitung hatte ich bislang immer nur für so eine Scherzfloskel gehalten...)

So, und jetzt stöber ich weiter nach Heinz Erhardt Videos, der Mann war ja schon immer genial...


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Daß Jägermeister einen (aus mir unerfindlichen Gründen) guten Ruf bei Amerikas Jugend hat wusste ich schon seit James Hetfield bei MTVs “Behind the Music” mal über die eigenen Trinkgewohnheiten berichtete.

Jahre später brachte mir dann jemand eine “St. Pauli Girl” Bierflasche aus den Staaten mit. Gut, Deutschland ist Weltbiernation, mit dem guten Ruf muss man natürlich hausieren gehen. Manchmal geht die Teutonisierung des Alkohols allerdings wirklich seltsame Wege.

Ich präsentiere: Rumple Minze!

Da bekommt man doch gleich Durst, oder? Aber wartet, da gibts noch mehr:

Also, das ist sowas von bizarr, ich glaub, davon will ich eine Flasche fürs Regal...


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Ich bin ja ein Spielkind. Und schon seit Jahren liegen bei mir mehr oder weniger viel Spielzeug herum, unter anderem NERF-Pistolen. So grellbunte Spielzeugpistolen die Schaumstoffpfeile verschießen. Kindisch, aber lustig.

Vor einiger Zeit hatten Karsten und ich dann die Idee, doch im Rahmen des Nordcons einfach mal ganz viele ähnliche tickende Spielkinder zu versammeln und ganz viel mit den Dingern herumzu”ballern”. Eine kurze Anfrage beim Nordcon-Team signalisierte, dass das möglich sei, aber wir sollten doch darlegen, wie das ablaufen soll.

Eilig strickten wir dann also ein grobes Regelwerk um “Humans vs. Zombies” zu spielen. Via Facebook, Mund-zu-Mund-Propaganda und der Nordcon-Webseite machten wir das Vorhaben dann der Öffentlichkeit bekannt, bettelten Hasbro um Leihgaben an und..

..befürchteten das Schlimmste. “Da kommt bestimmt keiner!” war die eine Angst. “Da kommen nur Chaoten!” eine andere.

Im Endeffekt hatte Janny recht behalten: Das wurde ganz ganz großartig. Wir wurden eigentlich vom Start weg von den Leuten überrant, die von Hasbro freundlicherweise gestellten zwei Dutzend Pistolen waren im Dauereinsatz und alle, wirklich alle hatten einen Heidenspaß!

Die Zombies wankten stöhnend und gehirnfressend auf die Menschen zu, die Menschen spielten ihre Panik aus, uns fielen im Halbstundentakt lustige Regelvarianten ein und es war wirklich alles super spaßig. Alle, wirklich alle Mitspieler haben sich ordentlich benommen.

Der Schwund an Material war auch glücklicherweise vernachlässigbar (ca. zwei Dutzend kaputter Softdarts, zwei CS-6 Deploys waren am Sonntagnachmittag komplett verklemmt und müssen noch mit gröberem Werkzeug von den Softdartresten befreit werden).

Zusätzlich habe ich jetzt irgendwo noch einen kleinen Stapel an Emailadressen, die noch auf irgendwelche Verteiler gesetzt werden wollen – schließlich hielt man uns nicht einfach für ein paar Spinner mit einer ausnahmsweise guten Idee sondern eher für einen professionellen NERF-Verband mit Ahnung! Und damit wir niemanden enttäuschen haben wir jetzt zumindest schonmal eine Webseite eingerichtet, auf der zukünftige Aktionen geplant und publiziert werden. Denn eines ist sicher: Auf dem nächsten Nordcon sind wir auf jeden Fall wieder dabei!


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CDUWatch erzählt uns von Siegfried Kauders neuestem “Angriff auf die Pressefreiheit“:

Im Zuge des kürzlich ausgegangen Kachelmann-Prozesses trat der CDU-Politiker Siegfried Kauder mit der Forderung hervor, die per Grundgesetz garantierte Pressefreiheit einzuschränken.

Und im Grunde haben sie ja recht da bei CDUWatch, das geht eigentlich gar nicht. Und die Kauder-Brüder hab ich eh gefressen. Beide tun sich regelmäßig als Hardliner hervor und vergessen dabei gerne mal bestimmte Grenzen.

Aber... (und natürlich musste hier ein “aber” kommen, sonst hätte ein retweet oder so ja auch gereicht)

... der Kachelmann-Prozess hat gezeigt, dass man den Medien momentan schlicht nicht mehr zutrauen kann, über einen so sensiblen Vorgang wie einen Vergewaltigungsprozess so zu berichten, dass der Prozess als solches nicht über Gebühr aufgeladen und damit behindert wird. Sicherlich, einen guten Anteil am Schwarzen Peter hat hier auch die zuständige Staatsanwaltschaft, die ja gerne und häufig mit der Presse gesprochen hat. Ich will aber auch gar nicht wissen, wie drängend und aufdringlich manche Pressevertreter gegenüber den Prozessbeteiligen waren.

Ich denke kaum jemand fand die allgemeine breite Berichterstattung appetitlich oder gar hilfreich.  Im Ergebnis sind sowohl das vermeintliche Opfer wie auch der vermeintliche Täter beschädigt aus dem Prozess herausgegangen. Beschädigt in der öffentlichen Meinung, beschädigt durch das Trauma und die vielfältigen Kosten eines Prozesses.

Das hätten die Medien also wirklich und gerne etwas taktvoller regeln können. Ein Gesetz, dass diese nun dazu zwingt erzeugt sicherlich einen ziemlichen Kollateralschaden. An manchen Tagen frage ich mich dann aber doch leise, ob nicht solch ein Kollateralschaden hinnehmbar sein könnte. Denn offensichtlich fällt es einigen Presseorganen ziemlich schwer, sich einfach so und ohne Zwang vernünftig zu benehmen...


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Ihr erinnert Euch an Isotopps Remümee im November zum JMStV?

Daher bleibt mir nur die Konsequenz, die Regeln für Internet-Startups auch auf meine eigenen Inhalte anzuwenden: Nicht in Deutschland, nicht in deutscher Sprache und nicht für Deutsche.

Tja, schaut so aus, als ob die Verantwortlichen in der Piratenpartei das so langsam ähnlich sehen, wenn auch noch nicht ganz so konsequent:

Wir planen, im Ausland Redundanzsysteme anzubieten. Da ist noch nichts entschieden, das wird derzeit diskutiert. Ich gehe aber nicht davon aus, dass wir unsere Webangebote komplett ins Ausland verlagern.

Es ist schon traurig, dass eine demokratische und freiheitliche Partei in einem freiheitlichen und demokratischen Land sich ernsthaft solche Gedanken machen muss.


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nach einiger Vorbereitungszeit haben wir gestern mit Dresden Files angefangen. Wie nicht wenig andere es auch machen, ist unsere Stadt Hamburg. Man kennt die Gegend halt, und es gibt nicht wenig Ansatzmöglichkeiten um die Stadt mystisch und gefährlich zu machen:

So ist die Rote Flora und der Schlachthof das Kerngebiet der Rothof-Vampire, Zuhälter und Weißhof-Vampire streiten sich um die Reeperbahn, ein irrer Werwolf-Architekt klotzt Gebäude in die Gegend um die mystische Balance der Stadt zu zerstören, und die Stadtgärtnerei steht auf beinahe verlorenem Posten gegen die Dinge die da durch die Nacht poltern...

Den Start gestern verlegte ich in das Film Noir Genre:

Georg “Schmendrik” Ballin, verstoßener Sohn einer Kaufmannsfamilie und heute bekannter Bühnenillusionist brütet an einem grauen Regentag über den Büchern. Die Einnahmezahlen seines kleinen Revuetheaters passen wieder einmal überhaupt nicht mit den Ausgaben überein. Wenigstens geht das Licht noch, und jetzt im Sommer muss er das Theater ja nicht beheizen. Seufzend greift er nach dem (kaltgewordenen) Kaffee, als er ein gleichmäßige Klacken von Pfennigabsätzen hört. Dann betritt sie den Raum. Langbeinig, brünett, Absätze mit denen man jemanden ermorden könnte. “Ich habe gehört, dass sie sich für Puzzles begeistern, stimmt das?”

Die Stimme passt zu ihr. Rauchig, mit dem Versprechen nach mehr. Sie verschmäht den angebotenen Holzstuhl und setzt sich stattdessen auf die Tischkante. “Ich habe da ein Rätsel geerbt, und komme alleine nicht weiter. Helfen Sie mir Herr Schmendrik, ich wüsste sonst nicht weiter!”

An einigen Stellen holperte die Handlung etwas, und an anderen Stellen haben wir uns mehr über die Regeln statt über den Plot unterhalten, aber das war bei einem für die Spieler so unbekanntes System ja zu erwarten. Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf nächste Woche! :)


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sighs...

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